In Gedenken an...


...Cafe Laurenz im FOC

Laurenzstr. 53

Tel. 02553-

(Küche: International)

Internetpräsenz besuchen

 

Kategorie: Einfach bis Mittel

Ein Besuch im Cafe Laurenz im FOC in Ochtrup bedeutet auf Geschichte zu treffen. Denn das Cafe Laurenz befindet sich schließlich in einem alten Verwaltungsgebäude, genauer in der Empfangshalle.  Hier traf Ihr Euroman sozusagen auf Industriekultur.

Zunächst "traf" er jedoch auf den Schaukasten vom Cafe Laurenz und sah, dass es sich hier mal wieder um einen Alleskönner handelte. Klar muss ein Bistro, Cafe und Restaurant eine Breite haben. Doch ob das kulinarische Spielfeld so groß sein muss, darf bezweifelt werden.

 

Wobei groß auch auf die Lokalität selber zutrifft. Denn der imposante Kuppelbau erschlägt einen. Das dem Eingang gegenüber liegende große Mosaikbild der apokalyptischen Reiter unterstützte diesen Eindruck. Hier fühlt sich der Gast klein und was den Euroman betraf nicht übermäßig wohl. Denn zum Wohlfühlen fehlt es einfach an vielem, ist das Laurenz zu nüchtern gestaltet. Zum Beispiel wäre eine bessere Bestuhlung, im Sinne von bequemer ein Fortschritt.

Denn   diese   gehörten nicht gerade zu denen der bequemen Sorte.  Da ist es sogar bei dem "Restaurant" mit dem gelben M gemütlicher und bequemer.

 

Adrett und nett dagegen der Service. Die Martinifalle vom Euroman wurde sozusagen aus einer Drehung heraus umgangen. Doch später beim Pils wurde bei zwei Sorten im Angebot leider nicht nachgefragt, welche Sorte es denn sein solle. Wobei der Service insgesamt etwas lahm daher kam.

 

Nicht lahm in seiner Optik präsentierte sich die Speisekarte, die, wie in einem Bistro üblich, auf dem Tisch lag. Schön auch, dass der Gast hier viele Informationen über die Geschichte des Gebäudes erfährt. Gut vor allem auch deshalb, weil die Küche am Testtag die Dreizig-Minuten-Regel voll ausreizte und der Euroman so etwas zum Lesen hatte.

 

Wobei das Essen mit der Imposanz der Halle nicht mithalten konnte. Denn das Filtetgeschnetzelte (Stroganoff für 14,50 €) erwies sich fleischtechnisch etwas zäh. Auch die vorher problemlos umbestellten Bratkartoffeln zeigten leichte Schwächen. Auch die unsinnige Spielerei mit Ananas und Co. als Deko wirkte deplaziert.

Dass die Pommes beim Gigant Burger (7,50 €) "regional" versalzt wirkten, dürfte am mangelhaften Umrühren nach dem Salzen gelegen haben und war auch nicht gerade erfreulich. Der grosse  Burger selbst war dagegen klasse. Mengenmäßig und preislich paßte das Ganze gut zusammen.

 

Gerne hätte der Euroman auch den Salat zu seinem Filet bekommen. Doch da schlief der Service. Er kam erst nach dem Essen. Auf die Idee zu fragen ob alles okay wäre, kam der Service zu spät.  Früher wäre da besser gewesen. Das Pils auf Kosten des Hauses linderte den Verlust aber.

 

Gut in Schuss im Laurenz waren die Toiletten. Modern und aufgeräumt. Allerdings auch mit Toilettenpapier der gastronmietypischen dünnen Art und leichten Schächen

Fazit: Alleine eine Besichtigung des Gebäudes lohnt den Besuch. Den Rest gibt es anderswo auch und da mit besserem Wohlfühlfaktor.


(Neuer Betreiber und Name (Laurenz Genuss Werk) seit September 2013)