In Gedenken an...


...Mi Cello

Unterstr. 4

Tel. 05922-

(Küche: Italienisch)

 

Kategorie: Mittel

Beim Mi Cello wandelt Ihr Euroman auf den Spuren der Kochprofis von RTL 2. Denn diese besuchten bzw. wurden vom  Mi Cello gerufen, um dem Restaurant zu helfen. So waren die Kochprofis also im November 2009 im Mi Cello und jetzt im Februar 2010 Ihr Euroman. Er wollte sich noch vor der Austrahlung der Sendung am 9. Februar, also völlig unbeeindruckt davon, dem Mi Cello nähern.

 

Eine Näherung, die schon ein Problem des Restaurants deutlich macht. Denn da wo das Leben der Gastronomie in Bad Bentheim pulsiert, liegt das Haus nicht gerade. Doch Perlchen liegen oftmals abseits der ausgetretenen Pfade.

Wenig ausgetreten, sondern in der heutigen Zeit fast schon innovativ mutet der Zettel mit den Öffungszeiten des Restaurants an. Dieser ist tatsächlich handgeschrieben. Die Speisekarte ist dieses zwar nicht, versteckt sich allerdings dafür auch fern ab der Eingangstür.

Doch inhaltstechnisch muß sie es nicht. Da steht nicht zuviel drauf, welches ein klares Plus ist. Aber es steht auch genug drauf ohne den Gast hier ins Grübeln zu bringen.


Ins Grübeln über warmherzigen Service brachte Ihren Euroman eben genau dieser. Freudigkeit oder gar Freundlichkeit strahlte R. nicht gerade aus. Hier bewegte sich der Service a im Bereich des Notwendigen.

Die "Martini-Falle" schnappte natürlich, trotz der drei Möglichkeiten eines Martini, zu. Doch die Höchstform der Unfähigkeit erreichte R. erst am Schluß.

Doch da ist Ihr Euroman noch lange nicht.

Denn er betrachtete erst Mal das Ambiente, um dann festzustellen, dass das durchaus was hat. Als Unikat präsentiert sich das Mi Cello in gewisser Weise. Gute Beleuchtung, mit guten rustikalen Möbeln und, ja, Sie lesen richtig, Bücherregalen, gefüllt mit Büchern. Gut, diese waren jetzt nicht italienischen Ursprungs, aber die Idee, eine Art Wohnzimmer zu kreieren, ist ganz nett. Auch die Speisekarten sind in ihrer Aufmachung gut. Warum allerdings der "Michael" erst ganz am Schluß Erwähnung findet, bleibt rätselhaft

 

Rätselhaft auch, dass es im Mi Cello kein Brot vor dem Essen gab. Schade.

Wobei vielleicht auch nicht, denn die Pizza Scampi (Thunfisch/Krabben/Scampi) mit ihrem leicht pappsigen Teig, der uninspirierten Zitronescheibe in der Mitte, der nicht vorhandenen Würze und den ungeschälten Scampi waren für 12,70 € zwar preislich im Rahmen, aber geschmacklich nur zufriedenstellend. Der Teig macht es und genau dieser machte es nicht. Die Zutaten der "Vegetaria" (7,70 €) der Testbegleitung zeugten allerdings zumindest von der nötigen Frische, die eine "Gemüseveranstaltung" braucht.

 

Die Toiletten zeigten Licht und Schatten. Wobei Licht schon eine Übertreibung wäre. Nicht nur, dass Ihr Euroman hier nichts an Schildern vorfand, die ihm den Weg wiesen. Nein, er stand auch noch vor den im Halbdunklen versenkten Türen, um dann erahnen zu müssen, dass die Figur auf der Tür wohl männlich sein sollte.

Das Ambiente hält das Mi Cello, im Gegensatz zu anderen Restaurants, auch auf den Toiletten ein. Wobei das wahrscheinlich nicht für den Wartungsgrad gilt. Denn wenn ein Restaurant um 17.30 Uhr öffnet und der Euroman knapp eine Stunde später den Toilettendeckel mit Handschuhen an den Händen anhebt, sollten ihn nicht gerade Stuhlreste anstieren. Da fehlte wohl die Kontrolle oder aber der Raumpflegeservice hat hier versagt.

Näheres entnehmen Sie der Bildergalerie:

Am Schluß des Testabends gönnte sich Ihr Euroman dann mal wieder eine Linie. Diesmal im Grappaglas serviert und eindeutig zu warm.

Eindeutig falsch war dann auch die Rechnung mit nur 33,-€. Da fehlte ein Pils und die Flasche Wasser (insgesamt 7,10 €)

Ihr Euroman wußte, wie eingangs erwähnt, von den Kochprofis. Diese Helden des Fernsehens bestellt ein Gastronom nur dann in sein Haus, wenn es fast nicht mehr seins ist. Der Pleitegeier sozusagen kreist.

 

 Also entschloss sich Ihr Euroman zur Ehrlichkeit, ohne Kenntnis der Verhältnisse der "Servicekanone" R. zur Familie, den Chef sprechen zu wollen. Schließlich resultiert der Misserfolg eines Restaurants auch zu einem großem Teil aus der Unfähigkeit des Service.

Doch der Chef war nicht da und R. bekam daraufhin die Quizfrage des Abends vom Euroman gestellt. Ob ihr auf der Rechnung irgendetwas auffiele, wollte Ihr Euroman wissen. Gut, R. hatte keinen Telefonjoker, R. hätte jedoch den Publikumsjoker ziehen können. Es gab schließlich noch andere Gäste.

Doch sie versagte und fand den Rechnungsfehler nicht. Im Gegenteil, sie fand es unmöglich, welches sie durch ihr unfeundliches Verhalten verdeutlichte,das Ihr Euroman diesen Fehler mit dem Chef besprechen wollte, da sie doch zur Familie gehöre.

Auf den Hinweis vom Euroman, dass er von dem Besuch der Kochprofis wisse, es dem Restaurant also nicht gut ginge und der Service immer zum Gelingen beitrüge, kam er, der Satz des Jahres von R.: "Uns ging es gut. Wir hatten nur zu wenig Gäste."

 

Fazit: Ambiente ist nix, wenn der Rest...


(Geschlossen seit Oktober 2010)