In Gedenken an...


...Ni Hao

Laurenzstr. 110

Tel. 02553-

(Küche: Chinesisch)

 

Kategorie: Mittel

Beim Ni Hao in Ochtrup galt es für den Euroman vor allem zunächst mal, das Tempo zu drosseln. Denn wenn Sie als Gast zu schwungvoll Ihren PKW auf dem Parkplatz des Ni Hao bewegen, werden Sie spüren, wie gut die Federung Ihres Wagens noch ist.

Denn der Parkplatz des Ni Hao, ehemals Restaurant Zur Erholung in Ochtrup, gleicht einer Schlaglochwüste.

Auch der Schaukasten des Ni Hao vermittelte beim Euroman eher den Eindruck eines besseren Fast-Food-Lokales. Flyer sehen nun einfach nicht schön aus und passen auch nicht zum Anspruch des Ni Hao.

 

Das alte, nämlich das Restaurant Zur Erholung, ist hier immer noch gegenwärtig. Da teilt sich das Ni Hao das Schicksal irgendwie mit dem Guangfeng in Gronau/Westfalen. Wobei der halbfertige Eindruck nach bereits monatelang zurückliegender Eröffung schon leicht blamabel ist.

 

Und wenn hier schon von blamabel die Rede ist, bleibt der Euroman doch auch gleich bei diesem Thema. Denn was das Restaurant Ni Hao sich in Punkto Sauberkeit und auch instandhaltungstechnisch im Bereich der Toiletten erlaubte zu präsentieren, ist schon eine gewisse Frechheit.

Leider konnte die Kamera den Dreck nur ungenügend "auffangen".

 

Doch wo Schatten ist, fand Ihr Euroman auch Licht. Denn der Service war zwar nicht begeistert über die Wahl vom Euroman und versuchte ihn  mehrmals asiatisch freundlich zum Buffet (12,90 €) zu bewegen, doch er war wachsam und eben auch freundlich, trotz der herunterhängenden Mundwickel wegen des abgelehnten mittelgroßen Buffet.

Bei der Martini-Falle glänzte der Service sogar. Da kannte er die Karte und fragte nach. Da bot also ein "Chinese" das, was andere "Deutsche" eigentlich bieten müßten.

 

Ein Wasser (0,25 L) kostete Eurowoman 1,70 €, das Pils den Euroman frisch gezapft 2,60 (0,4l). Die scharfe Köstlichkeit schlug bei Eurowoman mit 8,20 € zu Buche, wobei sich das Putenfleisch als lecker und gewürzt mit frischen Zutaten entpuppte.

Die frischen Zutaten hatte der Euroman zwar bei seinem Rindfleischgericht für 9,00 €  auch, doch diese Interpretation war insgesamt etwas fade im Geschmack, aber durchaus lecker und vor allem zart, was das Rindfleisch anging.

 

Beim Ambiente stachen vor allem zwei Dinge ins Auge. Zum einen der schlecht verlegte Teppichboden und zum anderen die Glasplatten auf den Holztischen zum Schutz der darunterliegenden Tischdecken.

Das eine ist, wie das irgendwie leicht angegriffende Mobeliar, armselig, das andere sorgte für einen nicht ganz stabilen Halt des Tellers vom Euroman. Eines haben beide jedoch gemeinsam: Es ist einfach nicht gut.

Auch die Speisekarte in Flyerform trug nicht gerade zur Freude in Punkto Augenweide des Euroman bei.

 

Wobei das Ambiente des Gastraumes in diesem ehemals deutschen Lokal mit seiner versuchten Trimmung  auf alte, uns in Deuschland bekannte China-Restaurants, durchaus keinen schlechten Eindruck hinterließ. Aber es ließ auch leider die nötige Konsequenz vermissen die nötig wäre, um den Strich zu ziehen, der eben nötig wäre zu einem ehemals deutschen Restaurants.

 

Da hat das Guangfeng, und der Vergleich muss trotz der unterschiedlichen Kategorien und Ansätze beider Betriebe gestattet sein, die bessere Neuerfindung in einem alten Gebäude gehabt.

Fazit: Guter Services im hinterfragwürdigem Rest und einer Küche, die preislich okay war, geschmacklich aber kein wahres Feuerwerk entzünden konnte.