In Gedenken an...


...Steakhaus Mediteran

Laurenzstr. 59

(Küche International)

 

Kategorie.: Mittel

Vorab der Hinweis, vor allem für den Gastronom, diese Bewertung fiel dem Euroman nicht leicht, denn hier rang er um jeden Punkt.

 

Nach der freundlichen Begrüßung durch den Chef des Hauses wurde die Eurowoman und der Euroman an einen sauberen Tisch geführt und erhielten die Speisekarten. Die Getränkenachfrage unterblieb hier zwar, aber das findet der Euroman eher positiv, denn eigentlich entscheidet sich u.U. das Getränk erst nach der Essenswahl (Stichwort: Wein). Die Speisekarte selbst ist breit aufgestellt und enthält so interessante Sachen wie z.B.  Bison, Strauß oder Krokodil.  Auch Känguru und Antilope sind hier vertreten. Doch keine Panik, liebe Normalesser, hier gibt es auch Schweineschnitzel und Rindersteaks.

 

Die Eurowoman entschied sich für den Gemüseteller (9,90€), der Euroman für das Steak in Rahmsauce (17,90€). (Kleine Anmerkung des Schreibers: Chef, wirklich schon wieder ein Steak?) (Große Anmerkung des Euroman: Ja, wieder ein Steak.)

Das vorab gereichte Brot mit einer leckeren Knoblauch-Kräuterbutter versprach mehr als kommen sollte. Denn die Salattheke gab nicht viel her, zeigte sich nicht sehr inspiriert, sowohl in Auswahl als auch in Qualität. Das Essen jedoch sollte das noch toppen. Da lacht doch dem Euroman vom Gemüseteller der Eurowoman frech Prinz Dosenherz entgegen. Zumindest schien das für die Erbsen und Möhren zu gelten. Der Rest schien Tiefkühlware zu sein. Damit hier kein Mißverständnis aufkommt: Tiefkühlware ist für den Euroman völlig okay, Dosenware jedoch ein absolutes no go.

Das Steak mit Rahmsauce oder besser ein unter Rahmsauce ertrinkendes Steak mit einem Berg Reis und zwei Rösties, von denen der Euroman glaubte zu hören, dass eines schrie: Ich bin ein Rösti, hol mich hier raus, war zumindest mit frischen  Champignons versehen. Die Sauce (Rahmsauce sollte es sein) hatte verdammt viel Ähnlichkeit mit einer Hollandaise. Kurz, das war nix und mehr als nix. Vor allem im Hinblick auf den Preis.

 

Das Ambiente teilt sich in zwei Teile auf. Da ist zum einen der durchaus ansehnliche Gastraum und zum anderen sind da die Toiletten. Hier kann das Gebäude sein Alter nicht mehr verschweigen. Es wurde zwar an den Wänden nachgefließt, jedoch der Boden vergessen. so was sieht immer nicht toll aus. Das Waschbecken bei den Herren war ob des geöffneten Fensters, trotz der frühen Testzeit (18.30 Uhr), mit Blütenstaub übersät. Auch fehlte auf der Toilette das Glas an einer Lampe. Ein toter Frosch auf dem Boden rundete das Bild der Vernachlässigung ab. Auch ist es nicht toll, wenn man mit der Nase den Weg zu den Toiletten findet.

 

Fazit: Ein netter Gastraum mit einen tollem, freundlichen, zuvorkommendem Chef, kann das Restaurant nicht retten vor dem Stoppschild des Euroman. Preis und Leistung passen einfach nicht zusammen.


(Gebäude wurde Ende 2010 abgerissen)