In Gedenken an..


...Zum Schwimmenden Karl

Am Driland 14a

Tel. 02562-

(Küche: Deutsch)

 

Kategorie: Mittel


Zum Schwimmenden Karl in Gronau/Westfalen liegt in einer der schönsten Ecken von Gronau in Westfalen. Doch die Frage vom Euroman war natürlich die, wie gut schwimmt der schwimmende Karl denn nun im Becken der Gastronomie?

Schwimmt es gut, schwimmt es weit hinaus oder eher in Ufernähe der Kochkunst? Das sind die Fragen, die den Restaurantinspektor beim Zum schwimmenden Karl beschäftigten.

 

Von aussen ist das Restaurant jedenfalls äußerst unauffälig, ja fast zum Vergessen unfällig unterwegs. Interessant für den Euroman auch das Betreten des Zum Schwimmenden Karl. Denn hier gerät der etwas zu schwungvolle Gast direkt hinter die Theke, könnte sich sozusagen sein Pils schon mal selbst zapfen.

Da hieß es für den Euroman also nach Betreten des Restaurants scharf rechts abbiegen, um zu registrieren, dass das Haus in zwei Teile zerfällt.

Denn da ist der vordere, kleinere Teil mit der Theke, eng angeordneten Tischen und der hintere Teil mit seiner seiner Weitläufigkeit.

Das alles in der konsequenten Moderne der heutigen Zeit. Also die üblichen antiken Farben auf Kunstleder bezogenen Sessels. Tausendmal gesehen, doch immer recht nett anzuschauen. Gerade im hinteren, weitläuferigen Teil mit dem Ofen schlägt ambientetechnisch die Stunde im krassem Gegensatz zum vorderen Teil des Hauses, die Stunde des Restaurants.

Der Tipp vom Euroman daher: Essen Sie im hinteren Teil! Dort ist es ruhiger, nicht so kneipenhaft in der Ausstrahlung wie vorne mit seinen beiden großen Fernsehern.

Doch sollten Sie überhaupt im Karl essen?

Die Speisekarte jedenfalls ist breit aufgestellt, orientiert sich auf den ersten Blick preislich bezogen auf die Mitbewerber am Drilandsee (Driland/Seeblick) eher nach unten. Doch der zweite Blick zeigt, dass es zu den Schnitzeln keinen Salat gibt und dass der Liebhaber von Bratkartoffeln zwei Euro extra für dieses Vergnügen zahlen darf.

Das Testteam entschloss sich zu dem kleinen gemischten Salat (3 €), dem Holzfällerteller (6,90 €), bestehend aus einer hausgemachten Frikadelle, Zwiebeln, Pilzen, Curryketchup, Pommes und dem Försterschnitzel (11,90 €), welches aus Kochschinken, gedünsteten Zwiebeln, Spiegelei und Bratkartoffeln (2 € extra) bestand.

 

Was kam, war ein defizitäres Chaos mit einer deplazierten Erdbeere als Dekoration auf den Tellern. Zwar gab es die frischen Lichtblicke in Form von Pilzen und Paprika. Selbst die Frikadelle und das Schnitzel konnten überzeugen. Doch der Rest war nix. Den Pommes fehlte es an Salz, vermutlich weiß die Küche auch von dem Problem. Denn sonst würden wohl keine Salzstreuer auf den Tischen stehen.

Die gedünsteten Zwiebeln hätten mehr "Dunst" vertragen können und die extra bezahlten Bratkartoffeln waren am Testabend wohl einer großen Lustlosigkeit in Punkto Sorgfalt zum Opfer gefallen. Denn wenn etliche Kartoffelscheiben zu dick geschnitten sind oder sich gar grobe Stücke in der Pfanne einfinden, kann kein tolles Gesamtergebnis in Form gelungener Bratkartoffeln in der Schüssel landen.

 

Besser landete da der Service. Freundlich und aufmerksam trat er nicht in die Martini-Falle und fragte auch nach, welche der beiden Biersorten denn der Euroman wolle. Der Martini (3,50 €) präsentierte sich eben so ordentlich wie das gut gezapfte Pils (2,10 €/0,3l).

 

Etwas unordentlich dagegen der Boden. Da gab es schon Spuren der vergangen Stunden bzw. früherer Gäste. Doch bei der langen Öffnungszeit ist eine Reinigung auch nicht einfach für das Personal.

Nicht einfach, sondern optisch durchaus ansprechend präsentierten sich die Toiletten (inkl. Behindertentoilette) im hinteren Teil des Restaurants. 

Fazit: Karl schwimmt beim Ambiente und Service sicher mit dem Kopf über Wasser. Die Küche dagegen ...


Karl tauchte 2014 kurz unter und dann als Haus am See wieder auf.