Euroman woanders unterwegs


Restaurant Gabelpunkt

Bahnhofstr. 64

48619 Heek

Tel. 02568-842

(Küche: International)

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Kategorie: Mittel

Zugegeben, Heek bietet, ohne jetzt seinen Bewohnern zu nahe treten zu wollen, nichts Besonderes. Außer vielleicht, dass Heek, und damit auch das Restaurant Gabelpunkt, nahe Gronau, Ahaus und auch Ochtrup liegt. Wobei, wenn Sie aus diesen Städten Heek ansteuern, ist das Restaurant Gabelpunkt zumindest geografisch das erste Haus am Platz oder besser am Kreisverkehr.

 

Gut von aussen ist ein Altbau erkennbar, dem ein moderner Eingang, der als Windschutz dient, angebaut wurde. Optisch naja. Da hätte es sicherlich archtitektonisch schönere, passendere Lösungen gegeben.

Schön dagegen: Der Schaukasten neben dem Eingang. Denn dieser zeigte die komplette, die zu erwartende Karte eines Restaurants mit dem Schwerpunkt Steak. Diese Karte ist nicht überladen. Glücklicherweise. Denn Kenner wissen, dass weniger Angebot oftmals mehr in Restaurants ist.

Eine Frischegarantie hat der Gast und damit auch der Euroman dadurch natürlich nicht.

Vom Angebot her ist natürlich der Fleischesser in einem Steakhaus im Vorteil. Der Vegetarier bleibt besser so wie Hunde, die laut Schild vor dem Gabelpunkt draußen bleiben sollen, auch vor der Tür.

Hinter der Eingangstür erwartete den Euroman ein bißchen früheres Theresia und Europa aus Gronau. Denn die verklinkerten Wände existierten im Theresia auch und die Bestuhlung ist in ihrer Beschaffenheit ähnlich dem Europa.

Insgesamt läßt sich das Ambiente mit solider, gutbürgerlicher Langweiligkeit am besten beschreiben. Wobei der Euroman hier auf das Elfering in Ochtrup verweist. Auch da herrscht die Vergangenheit. Auch da fehlt es an Moderne. Doch die neue, "schöne", moderne Kunstlederwelt irgendwelcher Tradtionshäuser im Münsterland empfindet der Euroman oftmals wesentlich trostloser als das, was das Gabelpunkt in Punkto Ambiente im Gastraum  bot.

 

Wobei beim Stichwort "trostlos" soll hier gleich der Service angesprochen werden. Nun, trostlos war der junge Mann nicht unterwegs. Die Martinifalle umging er sicher wie ein Schlafwandler. Er bot sogar an, die Mäntel weg zu hängen und führte das Testpaar zu einem Tisch im vorhandenen Raucherbereich des Restaurants.

Dieser Mann präsentierte sich freundlich und motiviert. Und wo bitte bleibt das Trostlose? Nun, der Euroman war schon etwas trostlos als er mit seinem auffällig wenig tiefen Teller mit selbst zusammengestelltem Salat von der übersichtlichen Salattheke zurückkehrte und immer noch kein Besteck vorfand. Das kam dann auf Nachfrage. Doch so etwas kann passieren. Insgesamt hat das Restaurant mit diesem Herrn, der nach eigener Aussage erst kurz im Gabelpunkt tätig ist, nach Meinung des Restaurantinspektors einen guten Fang gemacht.

Mit ihrem "Fang", den Cevapcici mit Djuwetschreis, Pommes frites, Salat von der Salattheke (10,90€) und extra bestellter Knoblauchsauce (2,20€) zeigte sich Eurowoman durchaus zufrieden. Gut, viel falsch machen kann ein Koch da auch nicht.

Wobei die Sauce ein wenig zu cremig ausfiel. Im Gegensatz übrigens zum in seiner Konsistenz etwas zu wässerigen Dressing des Salats.

Preislich zeigte sich das von Eurowoman Gewählte im ortsüblichen Rahmen und wird im Europa in Gronau auch nicht besser dargeboten.

Ihr Euroman beschloß sich ein Pfeffer-Rumpsteak mit Pfeffersauce Bratkartoffeln und Salat von der Salattheke (18,50€) zu genehmigen. Da auf der Karte nicht stand, welchen "Durchgrad" die Steaks haben, war klar, dass es medium sein würde (Hier fragte der Service übrigens auch nicht nach.)

 

Was kam war ein Steak, das besser noch etwas mehr Hitze gehabt hätte, in einer altbekannten Pfeffersauce schwimmend, hier etwas fade im Geschmack, die mit etwas zu wenig Pfefferkörnern gesegnet war und guten Bratkartoffeln, die leider unter etwas wenig Speck und Zwiebeln litten. Preislich und mengenmäßig gestaltete sich auch dieses Gericht ortsüblich.

Restaurantüblich präsentierte sich auch der Gastraum in Punkto Sauberkeit. Gut, die Fensterbank wies eine Staubschicht auf und irgendwie wäre, wobei das zum Punkt Ambiente gehört, auch teilweise mal wieder etwas frische Farbe an einigen Stellen fällig.

Doch Gasträume weisen meistens sowieso wenig sichtbare Schwachstellen auf. Da ist der für den Euroman unvermeindliche Gang zu den Toiletten und deren Besuch ein besserer Gradmesser.

Die Toiletten, oder besser der Weg dorthin, offenbarten das wahre Alter dieses Hauses. Das wirkte dann schon etwas brüchig. Zwar keine wirkliche Zeitreise wie in anderen Häusern vom Euroman erlebt, aber doch spürbar. allerdings nur auf dem Weg zu den Toiletten. Denn die Toiletten selbst wiesen noch eine vorhandene Moderne auf.

Leider aber auch ...

Fazit: Der Service hebt die Gesamtpunktzahl.

Das Ergebnis vom Erlebnis:


Essen: 8 Punkte

Service: 11 Punkte

Ambiente: 10 Punkte

Sauberkeit: 9 Punkte


Gesamtpunktzahl: 9,5 von 15 Punkten

-durchwachsen- 

 (Besucht im November 2010)

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