Restaurantkritiken aus Bad Bentheim


Tonino

Gildehauser Str. 27

Tel. 05922-98400

(Küche: Italienisch)

 

Kategorie: Mittel

Das Tonino in Bad Bentheim hat einen klaren Vorteil gegenüber den Restaurants, die im nahen Umkreis der Burg liegen: Es liegt nicht im nahen Umkreis und damit bietet das Tonino das, was einigen Restaurants in Bad Bentheim fehlt. Nämlich eine große Parkfläche direkt vor dem Haus.

Am Haus entdeckte Ihr Euroman in der Nähe vom Eingang zum Tonino den Schaukasten. Ein dunkler Geselle, ein unbeleuchtetes Nichts. Doch für solche Fälle hat der Euroman ein kleines Lämpchen dabei, um zumindest etwas Licht in das Dunkel zu bringen.

Doch Erfreulichkeiten sehen anders aus. Denn der Schaukasten präsentierte sich leicht chaotisch, ließ aber erkennen, dass das Tonino die gesamte Breite der Italienischen Küche bedient bzw. abdecken will.

 

Der Gastraum oder besser die Gasträume zeigten dem Euroman, dass sich hier Gedanken gemacht wurde. Denn die Beleuchtung und die gute Farbauswahl zeugten davon. Die Musikauswahl erwies sich als typisch italieniisch, allerdings einen kleinen Tick zu laut und leider auf Wiederholungsschleife gestellt.

Ihr Euroman endschied sich für den etwas rustkaleren Raucherbereich. Dort mußte er zwar auf weisse Tischdecken verzichten, erhielt dafür aber einen in sich wackelden Tisch mit Lochtischdecke und einen Stuhl mit leichter Wachsbekleckerung auf der Sitzfläche.

 

Die Speisekarte, die auf der ersten Seite frische Produkte versprach, um auf der letzten Seite auf die Zusatzstoffe hinzuweisen, zeigte das draussen im Schaukasten entdeckte bzw. zeigte es nicht. Denn beim Euroman fehlten die Fleischspeisen und ein Teil der Pizzen. Eurowoman konnte und mußte da aushelfen. Sie hatte diesen Teil der Karte als lose, weil dem Tacker dieses Speisekartenmonsters entflohene, Blattbeilage im Programm.

Gut, diese Speisekarte mit schlecht lesbarer, weil schnörkeliger Schrift, im Tonino war kein Buch. Aber gefühlte 200 Speisen umfaßte diese schon. Gezählt hat der Euroman die Anzahl ubrigens nicht, sondern bestellte beim adrett gekleideten Service (Weisses Hemd, schwarze Weste und Hose) lieber seinen Martini. Hier bot das Tonino auch das volle Martini-Programm und natürlich tapste der Service, der sich stets freundlich präsentierte, in die Falle. Ohne nachzufragen kam irgendeiner. (Nur als Tipp: Beim "Grappa" sollten Sie stets angeben,  was Sie wollen. Denn der teuerste, laut Karte, liegt im "Tonino" bei 18 € für ein Gläschen.)

 

Das gewählte Essen von Eurowoman, eine Pizza Mamma Rosa (Vegetarisch) für 9,20 € zeigte sich durch seine unauffällige Normalität aus. Der Brokolli darauf entsprang vermutlich einer Tiefkühltüte, der Teig präsentierte sich durchaus cross. Insgesamt nichts aufregendes und vorallem dünn belegt.

Aufregender war da schon das Valdostana (Schweineschnitzel mit Schinken, Käse , Ei, Weißweinsauce, Gemüse und Röstkartoffeln) für 14,80 €. Denn die Sauce erfreute die Zunge und auch das Fleisch erfreute den Euroman. Das Gemüse (Brokkoli und Blumenkohl) enttäuschte leicht wegen seines vermuteten Ursprungs und geringer Menge. Die Röstkartoffeln zeigten sich in befriedigender Verfassung. Mengenmäßig war das Ganze allerdings grenzwertig.

 

Grenzwertig, nein, an der Grenze war auch der Service unterwegs.Denn Nachfragen, ob es weitere Getränke bedurft hätte unterblieben. Da war die Wahrnehmung trotz anfänglich noch mittelmäßig besuchtem Restaurant schwach. Doch auch schwach läßt sich steigern. Denn der erste Versuch, bei mittlerweile gut gefülltem Haus, die Rechnung zu erhalten führte dazu, dass der Euroman im Tonino es nach 15 Minuten bei einer zweiten Servicekraft nochmals versuchte.

Der Erfolg war der gleiche: Es passierte nichts! Wirklich? Nein! Denn nun tauchte der kleidungstechnisch seinem Service gegenüber etwas leger bekleidete Chef auf, um singend durch das Restaurant zu tänzeln. Beim vierten Tanz durch das Lokal dieses durchaus sympathischen Orginals, welches auch gern die Nähe seiner Gäste sucht, wurde es dem Euroman zu bunt und er bezahlte an der Theke und gab trotzdem 10% Trinkgeld. Denn für zuwenig Personal kann das Personal schließlich nichts. Für mangelnde Wahrnehmung allerdings schon.

 

Auf den Toiletten nahm Ihr Euroman auch so einiges wahr. Aber schon der Weg durch den Thekenbereich mit seinen massiven Küchengerüchen und fast unerträglicher Wärme zu den Toiletten zeigten dem Euroman die Richtigkeit seiner Entscheidung an, möglichst weit weg von der Theke bzw. dem Kücheneingang sitzen zu wollen. Die Toiletten zeichneten sich durch Moderne aus. Näheres entnehmen Sie den Bildern. Wobei das Öffnen der Bildergalerie auf eigene Gefahr erfolgt.

Fazit: Viele Kleinigkeiten verderben das Ergebnis. Ein Chef, der seine Gäste in Herzlichkeit einwickelt, der übrigens dabei auf den Euroman den Eindruck machte einer Fachklinik entflohen zu sein und durch eben diese seltsame herzliche Art versucht Stammgäste zu gewinnen, beeindruckt den Euroman jedenfalls nicht.

Das Ergebnis vom Erlebnis:

 

Essen: 8 Punkte

Service: 3 Punkte

Ambiente: 9 Punkte

Sauberkeit: 11 Punkte

 

Gesamtpunktzahl: 7,75 von 15 Punkten

-durchwachsen-

 (Besucht im Januar  2011)

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