Restaurantkritiken aus Ochtrup


Zum Kapellenhof

Dorfstrasse 15

Tel. 02553 -7209483

(Küche: Deutsch und Regional)

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Kategorie: Mittel

Ihr Euroman bewegte sich mit dem Kapellenhof in Ochtrup-Welbergen wieder mal im Bereich der Ausflugslokale, also in jenem Bereich der Gastronomie, den der Euroman zwar schon immer für schwierig gehalten hat und sich auch nach seinen Erfahrungen im Happens Hof bestätigt sieht.

Die Speisekarte im Kapellenhof, die der Euroman im Schaukasten bewunderte, zeigte sich schlicht und ergreifend durch seine einfache Schlichtheit aus. Ein Süppchen, ein paar Salate, viele Schnitzelvariationen vom Schwein (in drei Größen: 160g, 200g  und 250g) und einige wenige vom Huhn. Der Vegetarier ist hier sozusagen falsch im Kapellenhof.

 

Verwirrend für den Euroman auch, dass das alte Hauptgebäude (Siehe obiges Bild), trotz Schaukasten, nicht das Restaurant  ist, sondern die Gaststätte darstellt. Das eigentliche Restaurant befindet sich links, zurückgesetzt gebaut, dahinter.

Als der Euroman dann diesen Saal mit seiner Theke als Zentrum betrat, war er vorher schon über die große Gardeobe vor dem Saal "gestolpert". Seine Vermutung sollte sich als korrekt erweisen. Der Kapellenhof lebt von Veranstaltungen. Der Rest ist wohl einfache Mitnahme.

Genauso sah auch die Tischdeko aus. Festlich für z.B. eine Hochzeit mit weißen Tischdecken würde der Saal sicherlich eine gute Figur machen. Allerdings wäre das Ambiente auch dann nicht von einer einzigartigen Unverwechselbarkeit geprägt. So aber wirkte das Ganze etwas traurig bei dazu noch problematisch heller Beleuchtung, allerdings ohne musikalische Untermalung.

Normal zeigte sich der Service. Die Nachfrage der Pilsgröße unterblieb zwar, doch insgesamt war der Euroman mit der unauffällig wirkenden Servicekraft durchaus zufrieden. Martini gab es im Kapellenhof übrigens nicht. Ergo auch keine Martini-Falle.

Also keinen Martini für den Restaurantinspektor aber stattdessen eine Serviette, die jedem Imbiss zur Ehre gereicht hätte, die aber im Kapellenhof deplaziert wirkte.

 

Gut aufgestellt dagegen der vorab gereichte Salat, der zu den Schnitzelspeisen dazu gehört. Da war nichts mit Dressing erschlagen und sogar die sonst üblichen Gurken fehlten. Die gewählten Schnitzel, Eurowoman hatte Hähnchenschnitzel mit Currysauce und Pommes und der Euroman das Kapellenhof-Spezial mit Pilzen, Zwiebeln und Bratkartoffeln (Größe M=200g), zeigten sich, was das Fleisch angeht, unauffällig in Ordnung. Die Tellerdeko mit Ananas und Tomate wirkten jedoch wie ein Irrläufer des Kochs. So eine "Spielerei" hat dort einfach nichts zu suchen.

Nichts zu suchen bei den Pommes hat auch der Liebeszustand des Kochs. Denn weniger Salz wäre besser gewesen. Auch die kleinen runden Bratkaroffeln waren nur durchschnittlich. Dass die Pilze vermutlich Glasware waren und die Zwiebeln auf dem Schnitzel vom Euroman so schmeckten als hätte jemand eine Dose Zwiebelsuppe geöffnet, ein Sieb darunter gehalten und die Zwiebeln im Sieb aufgefangen, trug auch nicht zur besonderen Heiterkeit beim Euroman bei.

 

Damit hier kein Missverständnis aufkommt: Geschmeckt hat es trotzdem und für den Preis, den der Euroman Ihnen noch nicht verraten hat, war es für die Kategorie, in dem der Kapellenhof  antrat, noch zufriedenstellend. Denn bei 8,50€ für das Hähnchenschnitzel und 10,50€ für das Schnitzel des Euroman, wohlgemerkt mit Salat, darf einfach nicht zuviel Qualität erwartet werden. Das Problem bleibt allerdings, dass der Kapellenhof eben kein Bistro ist, also eben nicht ein einfaches, schlichtes Lokal ist bzw. sein will.

 

Das machen auch die moderen Toiletten deutlich. Selbst an Rollstuhlfahrer und Babies wurde gedacht. Auch sauberkeitstechnisch wies das Ganze keine groben Schnitzer auf. Mehr entnehmen Sie der Bildergalerie:

Fazit: Nur der Preis für die Speisen rettet den Kapellenhof vor dem bösen Schildchen vom Euroman. 2,-€ mehr allerdings...

Das Ergebnis vom Erlebnis:


Essen: 7 Punkte

Service: 8 Punkte

Ambiente: 5 Punkte

Sauberkeit: 11 Punkte


Gesamtpunktzahl: 7,75 von 15 Punkten

-durchwachsen-

 (Besucht im Februar 2011)

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