Restaurantkritiken aus Ochtrup


Laurenz Genuss Werk im FOC

Laurenzstr. 53

Tel. 02553-720271

(Küche: Europäisch)

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Kategorie: Einfach bis Mittel

Das Laurenz Genuss Werk in Ochtrup, ehemals Cafe Laurenz, liegt im ehemaligen Verwaltungsgebäude der nicht mehr existenten Textilfirma Laurenz und damit in einem Gebäude, das unter Denkmalschutz steht. Es wurde von dem Architekten Gerrit Beltmann 1893 in Schlossmanier entworfen.

Konkret wird die ehemalige Eingangshalle als Restaurantion für das Laurenz Genuss Werk genutzt. Genau da fingen beim Euroman die Probleme an. Denn diese Eingangshalle, die damals den Reichtum der Firma dokumentieren sollte, hatte natürlich auch die Funktion, dass der Mensch sich klein fühlen sollte.

Genau diese Ausstrahlung, diese nicht vorhandene Wärme, trotz dunklerem funktionalem, damit nüchternen Gastromöbiliar mit Salz und Pfefferstreuern auf den Tischen, die Euroman ablehnt, verfängt noch heute. Gemütlichkeit geht anders.

 

Anders als anderswo präsentierte sich die Speisekarte im Laurenz Genuss Werk dagegen nicht wirklich. Da grüßte das Bistro. Wobei das Genuss Werk in Ochtrup auch zur "Laptop-Restauration" gehört. Denn hier ist es möglich zu frühstücken, zu Mittag zu essen, Kuchen am Nachmittag zu erhalten, um am Abend erneut zu zuschlagen. Danach "rollt" Mensch dann, nachdem er den ganzen Tag im Laurenz war, aus dem Restaurant.

Mittags kann der Gast übrigens frei wählen, ob er aus der wöchentlich wechselnden Mittagskarte mit zwei Gerichten für 6,80€ oder aber doch aus der zweisprachigen (D/NL) Speisekarte wählen möchte.

 

Der Restaurantinspektor hielt sich an das Mittagsgericht, welches ein Schweineschnitzel mit Röstis war, die sich bei der Bestellung problemlos in Bratkartoffeln ändern ließen, und Wildpilzsauce. Die Testbegleitung bestellte Kartoffelrösti mit Räucherlachs, Wasabi-Honigsauce und Salat für 7,80€..

Das Schnitzel war etwas zäh, vermutlich nicht das beste Sück vom Schwein und könnte TK-Ware gewesen sein. Die Pilzsauce als Genuss zu bezeichnen wäre übertrieben, schmeckte eher üblich, bekannt. Die Bratkartoffeln dagegen erinnerten den Euroman an ein Frühchen. Denn wie ein Frühchen, das länger im Mutterleib hätte bleiben müssen, hätten diese Bratkartoffeln länger in der Pfanne verweilen dürfen, sie erheblich länger küssen müssen. So waren die Kartoffelscheiben nur blasse Gestalten, die aromamäßig bei dieser blassen Unversuchung natürlich keine Allianz zwischen Speck, Lauch und Kartoffelscheiben eingehen konnten.

 

Das zweite Gericht war geschmacklich und qualtitätstechnisch okay., stellte allerdings auch keine Herausforderung für die Küche dar. Mengenmäßig allerdings war das Ganze im Verhältnis zum Preis leicht grenzwertig.

 

Weniger grenzwertig präsentierten sich dem Euroman die Toiletten, die Sie in folgender Bildergalerie besichtigen können.

Was den Service betraf, tat dieser das, was Service so tut. Herausragend, zum Namen Genuss Werk passend, gar unterstreichend, präsentierte sich der Service jedoch nicht.

 

Fazit: Der Name Genuss Werk verspricht sehr viel, hält dieses Versprechen jedoch nur sehr begrenzt ein.

 

Das Ergebnis vom Erlebnis:


 Essen: 8 Punkte

Service: 8 Punkte

Ambiente: 9 Punkte

Sauberkeit: 12 Punkte


 Gesamtpunktzahl: 9,25 von 15 Punkten

-durchwachsen-

 (Besucht im November 2013)

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Die Testkriterien vom Restaurantinspektor finden Sie hier.