Restaurantkritiken aus Nordhorn


El Toro

Bentheimer Str. 58

Tel. 05921-13090

(Küche: Balkan)

 

Kategorie: Mittel

Das El Toro in Nordhorn mit seinen allerdings wenigen Parkplätzen neben dem Haus machte auf den Restaurantinspektor einen unauffälligen Eindruck. 

Aber der Blick in den Schaukasten führte beim Euroman zu etwas Verwirrung. Denn bei dem Namen El Toro dachte er an ein Restaurant mit spanischer Küche.

 

Doch genau das war das El Toro in Nordhorn nicht. Hier wartete auf den Euroman Balkan-Küche mit den üblichen Gerichten, die jedes normale Restaurant, das sich dieser Küche verschrieben hat, bietet.

Insgesamt warten auf den Gast zu normalen Preisen ein paar Suppen, Vorspeisen, 20 Hauptgerichte, diverse Platten für 2 bzw. 3 Personen und natürlich Steaks.

 

Nach dem Öffnen der ersten Tür befand sich der Euroman in einem kleinen Flur und öffnete die nächste Tür zum Gastraum.

Genau dieser Flur schien, musste eine Zeitschleuse sein. Denn als der Restaurantinspektor aus dem Flur in den Gastraum trat, befand er sich in einem Gastraum wieder, der entstanden sein muss als Helmut Schmidt noch als Bundeskanzler im Dienst war, bei Opel Autos noch Namen trugen wie Rekord oder Kadett und Deutschland noch durch eine Mauer geteilt war.

Anders gesagt: Wo z.B. das Balkanrestaurant Europa in Gronau/Westfalen im Gastraum einige wenige Anpassungen vornahm, hat sich El Toro konserviert gegen modernere Elemente und beamte den Euroman dadurch in seine Kindheit zurück.

 

Wobei, so ganz stimmte das mit der Abstinenz der Moderne nicht. Denn die Papierservietten waren schön dick. Farblich in Kombination mit der Tischdeko war das allerdings nichts.

 

Klassisch gekleidet mit weißem Hemd, schwarzer Weste und Hose, farblich also kein Desaster, präsentierte sich dagegen der Mann vom Service.

Freundlich war dieser junge Mann auch. Servierte genau die Dosis, die es braucht, um sich gut betreut zu wissen. Sehr positiv vor allem, dass er alles abklärte. Logisch, dass dieser Mann nicht in die Martinifallle vom Euroman lief. Einzig, dass er das Enblem auf den Getränkegläsern nicht zum Gast stellte gefiel dem Euroman nicht.

 

Was dem Restaurantinspektor auch nicht gefiel waren die Toiletten. Obwohl, eigentlich hätte er bei dem Gastraum von gestern nichts anderes als alte Zeiten erwarten dürfen.

Genau so kam es dann auch. Wobei, wenn man die Fliesen genau betrachtet, könnten diese in ein paar Jahren wieder in sein. Aber ein Problem bleibt: Irgendwann steckt zuviel "Patina" drauf und es wirkt nicht mehr sauber.

Mehr in der Bildergalerie:

Das Essen (Satarasch/15,50€ und Cevapcici/12,50€), welches auf warmen Tellern und nach angemessener Wartezeit vor dem TeamEuroman stand, präsentierte sich klassisch angerichtet, passte damit also zum Ambiente.

 

Geschmacklich zeigten sich die Cevapcici gut unterwegs. Für das Satarasch, dass als scharf angekündigt wurde, galt das so nicht. Denn diese, zwar nur leichte Schärfe, war leider stark genug, um alles andere wie z.B. Ei oder Gemüse zu unterdrücken.

Auch war dem Euroman das geschnetzelte Schweinefleisch nicht zart genug, stammte damit vermutlich nicht vom besseren Stück eines Schweins.

 

Schön dagegen, dass es vor dem Essen leckere Kräuterbutter und krosses Brot gab und dass es zu den Gerichten einen Salat vom zwar kleinen Salatbufett, den der Gast sich selber zusammen stellen durfte, gab.

Fazit: Wer auf nostalgischen Pfaden und damit auch nahe an dem wandeln möchte, was Euroman als FLOPtaurant bezeichnet, wandelt im El Toro richtig. Alle die das nicht wollen lassen es besser.

 

Das Ergebnis vom Erlebnis:


Essen: 10 Punkte

Service: 13 Punkte

Ambiente: 4 Punkte

Sauberkeit: 9 Punkte


Gesamtpunktzahl: 9 von 15 Punkten

-durchwachsen-

 (Besucht im Juni 2014)

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Die Testkriterien vom Restaurantinspektor finden Sie hier.