Restaurantkritiken aus Gronau/Westfalen


Bakenecker

Hindenburgring 34

Tel. 02565-1308

(Küche: Deutsch)

Internetpräsenz besuchen

 

Kategorie: Einfach bis Mittel

Mit dem Gasthaus Bakenecker in Gronau-Epe trat beim Euroman mal wieder ein Testkandidat an, der zur Gruppe der klassischen westfälischen Gasthäuser zählte, und damit, wie auch z.B. das Determann in Gronau/Westfalen, unter den Umständen eines sich wandelnden Besucherverhaltens bzw., kürzer auf den Punkt gebracht, dem Versterben des klassischen Kneipengängers sich in naher Zukunft neu erfinden muss, um zu überleben.

Doch ganz unabhängig davon sollte eine Internetpräsenz eines Restaurants, wenn schon auch eine Speisekarte angezeigt wird,  auch die Preise zeigen und vor allem aktuell sein. Denn auf der Internetseite vom Bakenecker in Epe wird dem Gast mitgeteilt, das es schon um 17 Uhr öffne.

Richtig war jedoch 18 Uhr. Aber glücklicherweise wird die virtuelle Welt nicht vom Restaurantinspektor bewertet. Sondern nur die reale.

Real und reell zeigte sich dann auch der Schaukasten mit den Speisen und Preisen.

Genauso real war auch der schöne, rustikale, nicht mit zuviel Dekoration gestaltete, Gastraum. Schön anzusehen, dass hier eine alte Nähmaschine und ein Schaukelpferd ihre Heimatstätte gefunden haben. Das passte jedenfalls genauso wie die Theke in das Zentrum vom Gastraum.

Der als Raucherraum ausgewiesene Bereich fiel dagegen schon sehr stark ab und war gegen den Gastraum die Nüchternheit pur. Deshalb besser erstmal was trinken und essen. Denn ohne Promille war diese Tristesse für den Euroman nur schwer zu ertragen.

 

Wobei das mit dem Essen im Bakenecker am Testtag so eine Sache war. Denn mit 45 Minuten Wartezeit floppte das Gasthaus leider total und ja auch die Zusatzstoffliste war dem Euroman etwas zu lang, um überhaupt an zweistellige Punktzahlen denken zu können.

Dazu trug aber auch der sehr teilfrische Salat mit seinen Zutaten.bei. Das können andere in dieser Kategorie besser.

 

Auch die Hauptgerichte zeigten sich auf den kühlen Tellern allenfalls in normaler Anmutung. Die Schweinemedaillons im Speckmantel mit Pfeffersauce und Bratkartoffeln (15,90 €) war jedenfalls ein Licht- und Schattengericht. Denn das Fleisch war gut gebraten, die Bratkartoffeln la la und über den Versuch einer guten Pfeffersauce schweigt der Restaurantkritiker.

Interessant und vielleicht ein Zugeständnis, weil absolut unpassend für die Speisekarte im Bakenecker,  an die Neuzeit war das Hähnchenbrustfilet mit chinesischem Gemüse, Cashewkernen mit Bandnudeln und scharfer Thai-Currysauce aus dem Wok (9,50 €). Das Gericht ist übrigens auch mit Reis und einer süß-sauren Sauce bestellbar.

Essbar und schmackhaft war dieser Hauch einer chinesischen Küche zwar, aber was das Ganze dort überhaupt zu suchen hatte, weshalb das Gasthaus so ein Gericht auf der Karte hatte, bleibt dem Euroman ein Rätsel.

 

Genauso rätselhaft wie der doch etwas mangelnde Überblick der Servicekraft. Denn da blieb dem Euroman das Glas bei geringster Gästezahl zu lange leer. Aber ansonsten war der Service nett, freundlich und servierte auch korrekt.

 

Sehr korrekt, um nicht zu sagen überzogen korrekt in baulicher Hinsicht präsentierten sich die Toiletten. Leider bildeten diese damit aber auch eine deutliche Diskrepanz bzw. harten Kontrast zum Gastraum.

Denn Toiletten, die sich auch in einem Sternerestaurant befinden könnten, hätte der Euroman definitiv nicht erwartet. Wobei nicht alles auf den Toiletten auf diesem Niveau war.

Mehr in der Bildergalerie.

Fazit: Netter rustikaler Gastraum, sehr gute Toiletten, netter Service und durchwachses Essen erwarten den Gast.

 

Das Ergebnis vom Erlebnis:


Essen: 7 Punkte

Service: 11 Punkte

Ambiente: 10 Punkte

Sauberkeit: 12 Punkte


Gesamtpunktzahl: 10 von 15 Punkten

-gut-

 (Besucht im Oktober 2012)

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Die Testkriterien vom Restaurantinspektor finden Sie hier.