Restaurantkritiken aus Gronau/Westfalen


Old Eep

Merschstr. 5

Tel. 02565-4066046

(Küche: Deutsch)

 

Kategorie: Einfach bis Mittel

Das Gasthaus Old Eep in Gronau/Westfalen im Ortsteil Epe liegt in der Fussgängerzone. Insofern stellt sich die Frage nach dem Parken vor dem Haus nicht. Doch das macht nichts. Denn ein großer Parkplatz ist nur einige Meter vom Old Eep in Gronau entfernt.

 

Der obligatorische erste Blick vom Restaurantinspektor Euroman galt den beiden Schaukästen links und rechts neben der Eingangtür zum Old Eep.

Wobei der rechte Schaukasten nur eine Variation des linken war. Denn beide zeigten die komplette Speisekarte.

Eine Karte, die zwar nur wenig Speisen zeigte. Doch genau das ist bekanntlich oft mehr.

 

Wie auch bekannt sein dürfte mag der Euroman den Charme alter Gasthäuser, die eines gemeinsam haben: Die Theke als Mittelpunkt.

Genau die erwartet den Gast auch im Old Eep gepaart mit Popklängen von vor dreißig Jahren.  Das Ganze natürlich verbunden mit diesem gewissen Kneipencharme, den ein gestandenes Gasthaus braucht, um Austrahlung zu besitzen.

Da hängen also alte Fotografien an den Wänden, fehlt die weise Tischdecke, grüßt dunkles Holz aus allen Decken und das alles mit ger nötigen Patina, die es braucht, um einen Gastraum in den Augen vom Euroman insgesamt als gelungen zu bezeichnen.

 

Doch ist ein Gastraum das eine und die Toiletten etwas anderes. Denn dort hat es der Euroman nicht so mit Patina. Doch im Old Eep hielten die Toiletten bis auf gewisse Dinge den kritischen Augen des Euroman bei seinem Testbesuch stand. Mehr in der Bildergalerie:

Auch der Service passte in diese Lokalität. Freundlich und dem fremden Gast ein Gefühl vermittelnd, erst gestern da gewesen zu sein dienen als Stichworte.

Doch wo Licht ist, ist auch Schatten. Denn der Euroman hätte bei seinem Rumpsteak (Steak mit Cherrytomaten Kräuterbutter, Röstzwiebeln, Speck, Bratkartoffeln und Salat für 17,80€) schon gerne die Frage gehört, wie durch dieses denn sein soll. Doch diese Frage unterblieb. Wobei hiermit natürlich auch klar war, dass es medium serviert werden würde.

 

Auch interessant im Old Eep war, dass es dort, ähnlich wie beim Bakenecker, welches auch ein Gasthaus ist, einen Ausflug in die asiatische Küche gab. Genau dieses Thai-Huhn (10,50€) in scharfer Variante wurde dann auch von der Testbegleitung bestellt.

Doch bevor nach gut zwanzig Minuten die Hauptgerichte auf warmen Tellern serviert wurden, aß der Euroman erst einmal seinen Salat. Nein, zum Aufregen war dieser nicht. Aber eine Besonderheit auch nicht. Eher das übliche und damit auch passend für ein Gasthaus.

 

Die Hauptgerichte zeigten sich, was das Thai-Gericht betrifft mit seiner auch in der Speisekarte ausgewiesenen Freunden der Köche, also industriellen Helferlein, unauffällig und kann damit auch kein Maßstab für die Essensnote sein. Dafür musste das Rumpsteak  herhalten. Ein Rumpsteak, welches einem Melkus RS 1000, dem Sportwagen der DDR, glich.

 

Denn optisch sah das Ganze ähnlich gut aus wie zu seiner Zeit der Melkus. Doch die inneren Werte, der Melkus war schließlich nur mit einem Zweitaktmotor bestückt, waren nicht als gelungen zu bezeichnen.

Da waren die Cherrytomaten beide an einer Stelle angebrannt, die Röstzwiebeln waren totgeröstet und damit trocken und absolut geschmacklos. Auch die Bratkartoffeln ließen deutlich das nötige Aroma von Speck und Zwiebeln vermissen.

Einzig das Steak selbst überzeugte. Hoch, groß, mächtig und wunderbar medium präsentierten sich diese 250g.

Fazit: Manchmal sollte man im Gasthaus besser nur trinken. Denn ein gutes Steak steht ohne den passenden Rest nackt da.

 

Das Ergebnis vom Erlebnis:


Essen: 6 Punkte

Service: 11 Punkte

Ambiente: 11 Punkte

Sauberkeit: 11 Punkte


Gesamtpunktzahl: 9,75 von 15 Punkten

-durchwachsen-

 (Besucht im Dezember 2012)

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Die Testkriterien vom Restaurantinspektor finden Sie hier.