Restaurantkritiken aus Bad Bentheim


Landgasthaus Niermann

Alte Landstr. 22

Tel. 05924-271

(Küche: Deutsch)

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Kategorie: Einfach bis Mittel

Das rollstuhlgerechte Landgasthaus Niermann, der Stadt Bad Bentheim zugehörig, liegt mitten auf dem Land. Da wird das Landgasthaus Niermann seinem Namen völlig gerecht. Wobei diese Landlage einen Vorteil bietet. Denn das Niermann liegt nahe an Bad Bentheim, Nordhorn und auch Gronau/Westfalen.

 

Gut, für den Gronauer gibt es gute Argumente kurz vor der Grenze zu Niedersachsen beim Driland einzukehren. Doch ein Weiterfahren zum Landgasthof Niermann lohnt vielleicht. Vor allem für Touristen, die die Burg in Bad Bentheim erkundet haben und auf der Suche nach "lecker Essen" sind, welches rund um die Burg nicht so einfach zu bekommen ist.

Wobei der Restaurantinspektor Euroman bei seinem Testbesuch im Niermann in Bad Bentheim zuerst enttäuscht war. Denn dieser leere, nichts aussagende Schaukasten war eben keine Ansage für das, was das Landgasthaus bietet, machte keine Lust auf Speisen der Küche im Niermann.

Doch unabhängig dieses Frevels überzeugte der Gastraum mit seinem modern interpretierten rustikalen Charme, der sogar etwas edel anmutete.

Ja, so geht Landgasthaus heute. Es muss schließlich nicht immer die harte Rosskur im Ambiente sein, um zu glauben, sich auf der Höhe der Zeit zu befinden. Nein, man kann es auch so machen wie im Niermann: Den Kern bewahrend, seine Identität nicht aufgebend und dabei erfrischend aktuell, aber nicht uniform mit schwarzem Kunstledergedöns.

 

Auch ohne Gedöns und damit ohne aufgesetzte Freundlichkeit, sondern erfrischend einladend wirkend präsentierte sich der Service. Gut, diese Dame lief in die Martinifalle, klärte also nicht ab, welcher es sein sollte. Aber sonst war sie nahezu tadellos unterwegs.

 

Ohne Tadel zeigte sich das vorab gereichte Brot dagegen leider nicht. Denn frisch und cross war es nicht. Trocken und alt passte eher zu diesem Desaster. Leider war das, was für "auf´s Brot" gedacht war auch nicht der große Wurf. Da mangelte es an Würze. Euroman aß jedenfalls selten so ein neutrales Schmalz. Ja, da machten die Streuer auf den Tischen, die Euroman nicht schätzt, durchaus Sinn.

 

Sinn macht beim Euroman natürlich auch der Gang in den Toilettenbereich. Dieser zeigte sich ohne Brüche des Ambientes, passte sehr gut zum Gastraum. Mehr in der Bildergalerie:

Nach angemessener Wartezeit, die durch Musik aus einem Radiosender untermalt wurde, trat dann das aus den optisch schönen Speisekarten mit im positiven Sinne überschaubarer Auswahl gewählte Essen zum Test an.

Die Tomatensuppe (5,50€) entpuppte sich als wahre Geschmacksgranate. Schön erdig und fruchtig mit gelungener Konsistenz sind da die Stichworte. Auch der Salat mit Hähnchenbruststreifen (9,80€) schwächelte nicht. Denn dieser zeigte sich frisch und war nicht  vom Dressig erschlagen, ließ also Salat-Geschmack zu.

Bei dem Holzfällerschnitzel (13,80€) mit Bohnen und Bratkartoffeln schwächelte es allerdings etwas. Die Bratkartoffeln waren bis auf eine fehlende Prise Salz schön dünn im Schnitt, waren auch eine echte Allianz mit dem Speck und Zwiebel eingegangen. Doch die beiden Schnitzel auf dem warmen Teller hätten durchaus TK-Ware gewesen sein können. Schön zart waren die Schnitzel zwar. Aber eben auch irgendwie uniform, sowohl in der Größe als auch der Panierung.

 

Geschmeckt hat das Essen jedenfalls. Der Bierpreis (2,60€/0,3l) schmeckte dem Euroman dagegen nicht.

Fazit: Es ist kein Fehler, das Restaurant zu besuchen.

 

Das Ergebnis vom Erlebnis:


Essen: 10 Punkte

Service: 13 Punkte

Ambiente: 12 Punkte

Sauberkeit: 12 Punkte


Gesamtpunktzahl: 11,75 von 15 Punkten

-gut-

 (Besucht im Juni 2014)

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Die Testkriterien vom Restaurantinspektor finden Sie hier.