Restaurantkritiken aus Bad Bentheim


Hotel Berkemeyer

Gildehauser Str. 18

Tel. 05922-98500

(Küche: Deutsch)

Internetpräsenz besuchen

 

Kategorie: Mittel

Das Hotel Berkemeyer und damit auch das Restaurant Berkemeyer in Bad Bentheim, welches sich in einem Eckgebäude befindet, liegt im weiten Schatten der Burg von Bad Bentheim.

Da durfte der Euroman, weil er oberhalb der Burg geparkt hatte, etwas laufen und zwar bergab. Doch dass das Berkemeyer am Bergende liegt, aus seiner Speisekarte auf seiner Homepage ein Geheimnis machte, muss ja nicht unbedingt etwas bedeuten.

Schwerer und vor allem, im Gegensatz zur Homepage, testrelevant ist da schon ein Schaukasten mit der Speisekarte, der sich in der Mitte deutlich blind gab.

Hier verdarb die Scheibe des Schaukastens dem Restaurantinspektor vor dem Berkemeyer in Bad Bentheim die klare Sicht auf das, was das Restaurant zu bieten hat.

 

Was das Berkeneyer in Punkto Speisen zu bieten hat, erfuhr er dann, als er im Berkemeyer eine sehr abgegriffene Speisekarte, die nach Rente zu schreien schien, in den Händen hielt. Inhaltlich zeigte die Karte sich erfreulich übersichtlich. Leider in den Augen vom Euroman auch etwas zu übersichtlich.

Denn große Auswahl darf der Gast hier nicht erwarten.

Schön allerdings, dass an den Vegetarier gedacht wurde und die Preise nicht überhöht wirkten.

Nicht überhöht, sondern gutbürgerlich geerdet, in einer Zeit vor zwanzig Jahren stehen geblieben, präsentierte sich das Restaurant von innen.

Die Aufteilung ist dabei klassisch: Vom Flur aus geht es entweder links in den rustikalen Gastraum mit der Theke oder aber rechts in den Speiseraum, den Sie auf den Bildern sehen.

 

Euroman mag sich nicht vorstellen wie die Akkustik sein mag, wenn in diesem kleinen Raum jeder Sitzplatz belegt wäre, der Tischnachbar mit feuchter Ausprache die Suppe mit einem Schuss eigener Tröpfchengarnitur befeuchten könnte.

 

Gut, dann wäre vielleicht dieses Radioschlagergedudel nicht mehr zu hören. Wobei das sogar gut zu dem Gastraum passte.

 

Weniger gut dagegen die deutlich sichtbare "Patina" auf den Fensterbänken und diverse Schadstellen an den Wänden.

Wobei da vermutlich auch das Martiniglas, welches der Euroman vom Service erhielt, der  soeben in die altbekannte Martinifalle getappt war, nicht nachstehen wollte.


Denn sowohl das Martiniglas als auch der Teller, in dem sich der Salat zu dem vom Euroman georderten Rumpsteak mit einer Senfsauce und Zwiebeln mit Bratkartoffeln (15,80€) befand, wiesen eine Beschädigung auf.

Auch das Besteck, welches eher zu einem Imbiss passen würde, gefiel dem Restaurantinspektor nicht gerade.

Der Salat selbst zeigte sich dagegen in relativ guter Verfassung. Denn hier lächelten den Euroman zum Teil frische Zutaten, die leben durften, also eben nicht von irgendeinem Dressing erschlagen waren, an.

Das Rumpsteak mit seinen Bratkartoffeln, welches den Euroman nach über 45 Minuten und damit deutlich außerhalb der 30 Minuten Regel bei fast leerem Lokal erreichte, schwächelte dagegen eher.

Den Bratkartoffeln mangelte es nicht nur an einer kleinen  Prise Salz. Nein, es hätte auch mehr Speck sein dürfen, der dann die nötige Union mit den Kartoffeln hätte eingehen können, um nicht nur optisch zu überzeugen.

Das Steak selber war ordentlich kross von beiden Seiten angebraten wurden und zeigte im Innern die nötige "blutige" Härte, um als ein perfektes Medium zu bestehen.

Die als Senfsauce angepriese Auflage auf dem Steak harmonierte zwar mit dem Fleisch. Allerdings dürfte es sich dabei um schlichten Senf aus dem Glas oder Tube gehandelt haben, welches den Euroman dann eher an ein sehr schlichtes Grillerlebnis im heimischen Garten erinnerte.

Nicht schlicht, sondern über den Punkt des Nötigen hinaus präsentierten sich dagegen die Zwiebeln auf dem Steak.

Diese waren in ihrem Bräungsgrad deutlich zu braun, um denn nicht verbrannt zu sagen, hätten den Pass nicht mehr passieren dürfen.

Passiert war dem Service an diesem Testabend dagegen wenig.

Bis auf das Mißgeschick mit der Martinifalle, die allerdings schon zur Abwertung, sofern diese nicht ausgeglichen werden kann, führt, zeigte der Service im Berkemeyer eine normale und damit eben eine nicht auffällig positive Leistung.

 

Natürlich ging der Euroman auch auf die Toilette, um dort einmal zu schauen, wie es dort aussieht. Näheres in der Bildergalerie:

Nach dem Essen gönnte sich der Euroman noch einen Aquavit. Dieser kam zum einen im passenden Glas und noch dazu passend zum Euroman: Eiskalt.

 

Fazit: Auch wenn das Restaurant Berkemeyer nicht im Schatten der Burg von Bad Bentheim liegt, so liegt es zumindest gastronomisch im schattigen Bereich.

Das Ergebnis vom Erlebnis:

 

Essen: 6 Punkte

Service: 8 Punkte

Ambiente: 8 Punkte

Sauberkeit: 12 Punkte

FLOPtaurant !

Nicht einkehren!

Es lohnt sich nicht wirklich.

 

Mehr erfahren Sie hier.


Gesamtpunktzahl: 8,5 von 15 Punkten

-durchwachsen-

 (Besucht im April 2013)

Haben Sie aktuelle Informationen über das Restaurant?

Bitte den Code eingeben:

Hinweis: Bitte die mit * gekennzeichneten Felder ausfüllen.


Die Testkriterien vom Restaurantinspektor finden Sie hier.