Restaurantkritiken aus Ahaus


Sandersküper

Alstätter Brook 34

Tel. 02567-490

(Küche: Deutsch)

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Kategorie: Mittel

Das Sandersküper in Ahaus darf sich, je nach dem von wo der Gast kommt, als letztes Restaurant vor den Niederlanden oder eben auch als das erste Restaurant in Deutschland bezeichnen. Denn das Sandersküper, betrieben von Familie Tenhagen, liegt kurz vor oder eben hinter der Grenze von Deutschland und den Niederlanden.

Logisch, dass die Gerichte da auch ein bißchen auf den niederländischen Geschmack abgestimmt sind und auch, dass bei diesem allein schon aufgrund seiner Alleinlage als Ausflugslokal zu bezeichnendem Restaurant eher "fleischig" auf den Tellern zugeht, der Vegetarier besser zu Hause bleiben sollte.

 

Wobei dieser dann den guten Service, der dem Restaurantinspektor Euroman im Sanderrsküper widerfuhr, verpassen würde. Denn hier verstand es der Service sofort ein Gefühl zu vermitteln, welches andere nicht immer schaffen: Schön, dass Sie da sind!

Die Martinifalle vom Euroman war da natürlich keine und auch die Nachfrage wie das Steak sein solle wurde gestellt. Auch die Nachfragen, ob es eine Suppe vorweg oder nach dem Essen noch ein Dessert sein darf, geschahen gekonnt und nicht primitiv anpreisend. Kurz gesagt: Da kratzte der Service an der realistischten höchsten Punktzahl von 14.

15 Punkte sind beim Euroman schließlich nicht möglich. Denn da hält er es mit der alten Regel eines Restaurantführers aus Frankreich, nach dem nur Gott perfekt sei und der Mensch diese Perfektion nicht erreichen könne.

Aber die 14 Punkte schaffte der Service nicht. Denn da fehlte dieser kleine Tick wie z.B. das Abnehmen der Mäntel bzw. Jacken. Eine Sache allerdings, die ein Gast in diesem Haus auch nicht unbedingt erwarten darf.

 

Erwarten darf der Gast dagegen ein ansprechendes Ambiente. Wobei für das Sandersküper auch gelten könnte, dass aufgrund des Alters der Theke diese auch sprechen könnte, man sich dieses sogar wünschen würde. Denn was würde man da wohl an Geschichte erfahren?

Euroman und Begleitung nahmen jedenfalls in einem kleinen, rustikal ausgestatteten Durchgangsraum rechts vom Eingang und vor dem großen Saal mit seinen großen Fenstern gelegen Platz. Da atmete die Geschichte des Hauses und alle Viertelstunde erklang die große faszinierend aussehende Standuhr. Da konnte der große Saal mit seinem Quellelook vergangener Tage nicht mithalten, verlor sich da im Einheitsbrei der breiten Masse.

Gut, die Stühle auf denen das TeamEuroman saß, waren etwas abgegriffen, hatten die besten Zeiten lange hinter sich. Doch lieber ein bißchen Patina, als der moderne Mist der heutigen Zeit, die dem Euroman vielerorts begegnet.

 

Auch vielerorts vorzufinden und auch in diesem Haus waren Salz-und Pfefferstreuer auf dem Tisch. Das zeugt in den Augen vom Euroman für grundsätzlich wenig Zutrauen der Küche oder aber auch nur von Bequemlichkeit des Service. Beides sollte allerdings nicht sein.

Sein, durfte es dagegen an diesem Abend ein Holsteiner-Schnitzel mit Pommes (12,-€), extra bestellten Salat (3,-€) (Salat ist grundsätzlich extra zu bestellen.) und ein Rumpsteak "Hausmeister Art" mit Bratkartoffeln (19,-€).

 

Dass hier die "Freunde" eines Kochs präsent waren, also hier die kleinen Helferlein zum Einsatz kamen, stand auch auf der Karte, sollte sich bei der Speisenwahl allerdings nicht groß auswirken. So zeigten sich die Bratkartoffeln schön gleichmäßg geschnitten, aber teilweise etwas wenig pfannengeküßt und auch nackt, ohne Speck und Zwiebeln. Das Steak und auch das Schnitzel zeigten sich in guter Verfassung. Ob die Pilze als Frischware zu bezeichnen oder eher dosigem-glasigem-Ursprungs waren, darf nur vermutet werden. Doch insgesamt zeigte die Küche eine ordenliche Leistung, die allerdings nicht über das Normalmaß hinaus reichte und keine Argumente liefert, dieses Restaurant zu empfehlen.

 

Eine Leistung, die die Toiletten ebenfalls schafften und damit im Bereich Ambiente und Sauberkeit einige Punkte kosteten. Mehr in Bildergalerie:

Fazit: Normales, nicht wirklich begeisterndes Essen in nicht tadellosem, aber netten Ambiente bei sehr guten Service.

 

Das Ergebnis vom Erlebnis:


Essen: 10 Punkte

Service: 13 Punkte

Ambiente: 9 Punkte

Sauberkeit: 11 Punkte


Gesamtpunktzahl: 10,75 von 15 Punkten

-gut-

 (Besucht im April 2012)

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Die Testkriterien vom Restaurantinspektor finden Sie hier.