Restaurantkritiken aus Bad Bentheim


Fürstenhof 

Funkenstiege 1

Tel. 05922- 7779975

(Küche: Deutsch)

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Kategorie: Einfach bis Mittel

Der Fürstenhof in Bad Bentheim ist das erste Haus am Platz. Gemeint ist damit allerdings der zentrale Parkplatz unterhalb der Burg.

Denn schräg rechts oben von der Einfahrt zum Parkplatz aus gesehen, befindet sich das Restaurant Fürstenhof und ist damit natürlich auch ein Touristenmagnet, der allerdings mit einer interessanten Speisekarte lockt.

Wobei die Speisen eher üblich sind. Die Namen und Beschreibungen jedoch nicht, verleihen der Karte dadurch einen gewissen Reiz, eine Note.

Hier mal drei Beispiele aus der Speisekarte, die insgesamt über vierzig Positionen, allerdings auch einige Variationen eines Themas aufweist:

Königspfanne

(Rumpsteak vom mageren Rind in Pfeffersauce mit frischen Champignons, gebratenen Erdäpfeln und gemischtem Salat vom Felde)

Leibgericht vom Stallburschen

(Saftiges Bauernbrot belegt mit luftgetrocknetem Graftschafter Schinken von der zahmen Sau, 2 Spiegeleiern und saurer Beilage auf dem Holzbrett serviert)

Leibspeise des Bogenschützen

(Bein vom Federvieh mit gebratenen Erdäpfeln, dazu Salat vom Felde)

Preislich deckt der Fürstenhof , typisch für ein Touristenlokal, auch den unteren Bereich ab. So kann der Gast auch eine Frikadelle für 2,50€ oder ein Toast Hawaii für 7,50€ bestellen.

 

Dass der Restaurantinspektor natürlich nicht für eine Frikadelle nach Bad Bentheim fährt, ist wohl klar. Klar ist auch, dass der Euroman das Ambiente eines Testaurants unter die Lupe nimmt.

Das, was er im Fürstenhof sah gefiel ihm durchaus. Denn hier regiert der Charme eines rustikalen Gasthauses, sozusagen "Eicheradikal". Das Ganze allerdings eben auch mit dem Nachteil der Nähe zum Nachbartisch und einem gewissen Lärmpegel, der nichts für frisch Verliebte ist.

Doch Euroman ist weder frisch, (eher ein alter Fuchs in Sachen Restaurantkritik) noch verliebt (liebend trifft es.) und erfreute sich am Service, der hier die nötige Aura verbreitete sich zu freuen, den neuen Gast begrüßen zu dürfen.

Extra geprüft wurde der Service am Testabend nicht weiter. Denn da eine Familie am Tisch gegenüber mit mehreren Kindern zu Gast war, die durch das Restaurant liefen und so mehrmals für beängstigende Augenblicke beim Service gesorgt haben dürften, welches vom Service jedoch in Engelsgeduld ertragen wurde, hielt der Euroman das nicht mehr nötig.

 

Wobei er seine kleine Martinifalle schon aufbaute. Doch auch hier folgte prompt die Nachfrage nach der genauen Sorte.

Auch eine besondere Sorte war die Speisekarte. Denn die zweisprachige Karte (Deutsch/Niederländisch) glänzte wegen ihres Aufbaus nicht gerade in Punkto Übersichtlichkeit, machten das Auswählen unnötig kompliziert..

 

Nicht kompliziert, aber interessant war dagegen die Besichtigung der Toiletten im Fürstenhof. Mehr in der Bildergalerie:

Das Essen, zum einen die oben beschriebene in einer Eisenpfanne servierte Königspfanne (18,90€) und zum anderen das Leibgericht vom dicken Knecht (Zwei kleine Schnitzel von der zahmen Sau auf Bauernbrot mit gebratenem Spiegelei und Salat vom Felde) für 11,50€ zeigten sich preislich und mengenmäßig im ortsüblichen Rahmen.

Die gut gebundene Pfeffersauce mit Pfefferkörnern und die Bratkartoffeln mit ihrem Speck und Zwiebeln überzeugten den Euroman, wie auch der Salat, der zwar nicht  außergewöhnlich war, aber bis auf den Mais mit frischen Zutaten glänzte, durchaus. Auch das schön medium gebratene Rumpsteak, welches die nötige Zartheit hatte, um den Gaumen zu erfreuen, konnten beim Euroman punkten. Einzig der zu geringe Pilzanteil sagte dem Restaurantkritiker im Fürstenhof nicht zu.

 

Das Leibgericht vom dicken Knecht fiel auf seinem gewärmtem Teller dagegen etwas ab. Denn das Bauernbrot saugte sich extrem mit dem Fett der Schnitzel voll und war deshalb nicht unbedingt in seiner dann wabbeligen fettschmeckenden Konsistenz ein echter Gaumengenuss. Wobei die zarten Schnitzel okay waren.

 

Das vorher gegessene Fladenbrot mit einer farblich zwar interessanten, aber leider geschmacklich nicht so gelungenen Kräuterbutter und einer Knoblauchsauce, die als üblich, bekannt tituliert werden darf für 4,50€ reicht übrigens für zwei Personen aus. Dank der guten Beratung vom Service erfuhr der Euroman auch vorher von der großen Menge.

Fazit: Mehr Licht als Schatten.

(Allerdings war das auch das "Wintergesicht" des Restaurants.)

 

Das Ergebnis vom Erlebnis:


Essen: 10 Punkte

Service: 11 Punkte

Ambiente: 10 Punkte

Sauberkeit: 11 Punkte


Gesamtpunktzahl: 10,5 von 15 Punkten

-gut-

 (Besucht im Dezember 2012)

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Die Testkriterien vom Restaurantinspektor finden Sie hier.