Restaurantkritiken aus Ochtrup


Brinckwirth - Zum Köhler

Bahnhofstr. 41

Tel. 02553-98586

(Küche: Deutsch und Regional)

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Kategorie.: Mittel

Gatom, der erste Restaurantinspektor-Assistent vom Euroman, testete diesmal das Brinckwirth-Zum Köhler, in Ochtrup, welches sich in unmittelbarer Nähe einer Kirche befindet. Wer nun allerdings meint, dass dies eine gemütliche Atmosphäre erzeugt, der irrt. Denn der benachbarte Supermarkt mit seinem Parkplatz vermittelt keine Gemütlichkeit. Hier gleich ein Hinweis: Auf dem Parkplatz des Supermarktes herrscht das Gesetz der Parkscheibe. Wer sich zum Essen also etwas Zeit gönnen möchte, sollte – zumindest während der Geschäftszeiten – nicht dort parken. Dazu gibt es vor dem Restaurant Brinckwirth-Zum Köhler einige Parkplätze, die zum Haus gehören.

Das Gebäude in dem das Hotel-Restaurant residiert ist unauffällig. Ein roter Klinkerbau, gepflegt, aber nicht mehr ganz neu. Links vor dem Eingang entdeckte Gatom den Schaukasten, der übersichtlich über das Angebot informiert, das sich gutbürgerlich bis international präsentiert.

 

Die Gaststube im Köhler wirkt westfälisch rustikal und lädt auf den ersten Blick eher dazu ein, in geselliger Runde etwas zu trinken. Zumal in diesem Raum sich die, alles dominierende, Theke befindet. Gatom findet es seit je her ungemütlich, in einem Raum zu speisen, in dem in der Nähe Leute an einer Theke sitzen. Eine Wendung nach links jedoch brachte Gatom in einen separaten Raum, in dem als erstes der gemütliche Kamin mit einem prasselenden Feuer auffiel, vor dem zwei Sessel und ein kleiner Tisch stehen. Die dunklen Tische und Stühle werden durch ein Sideboard und einen alten, historisch anmutenden Schrank ergänzt und die Tische sind mit Blumendekoration und farblich aufeinander abgestimmten Tischdecken gedeckt. Dazu gibt es silberne Unterteller, die eine gewisse Eleganz ausstrahlen. Alles im allem macht der Raum einen sehr angenehmen Eindruck. Die Beleuchtung könnte ein klein wenig dunkler sein, aber dieses Problem haben Gatom und auch Euroman fast überall, da beide es auch in ihren eigenen Häusern eher schummerig mögen.

 

Die Bedienung kam sofort, brachte die Karten und blieb am Tisch stehen, um auf die Getränkebestellung zu warten. Als Besonderheit bietet das Restaurant Zum Köhler einige Biersorten, die vom Standard-Angebot in Ochtrup abweichen, so dass Gatom ein Pils der Brauerei Engel und seine Begleitung ein Zwickelbier derselben Brauerei bestellte.

 

Die Speisekarte ist relativ übersichtlich, bietet aber ausreichend Auswahl. Sehr gut gefallen hat Gatom das Angebot der Fleischgerichte. Hier wird vom Puten- bis zum Rumpsteak, in jeweils zwei verschiedenen Größen, alles separat aufgeführt und darunter kann der Gast zwischen verschiedenen Variationen hinsichtlich Saucen etc. wählen. Die üblichen Beilagen sind ebenfalls getrennt gelistet und so ist es einfach, sich genau das Mahl zusammen zu stellen, auf das man Appetit hat. Gatom entschied sich für die Hochzeitssuppe (3,80 €), sowie drei Schweinefilets Försterart mit Bratkartoffeln und Salat (18,90 €) und seine Testbegleitung für Putensteak Tiroler Art. (14,90 €).

 

Das Bier wurde sorgfältig gezapft, serviert und richtig temperiert und kann nur mit dem westfälischen Superlativ „da kann man nicht meckern“ bewertet werden.

Vor der Suppe kam ein Gruß aus der Küche in Form von etwas Lachsschaum auf Toast mit Salatdekoration. Ein schmackhafter Appetitanreger, obwohl der Toast etwas zu dunkel erschien.

Die Hochzeitssuppe mit Klösschen, Eierstich und Blumenkohl als Haupteinlage, war genau so, dass Gatom die Pfeffer- und Salzstreuer auf dem Tisch an ihrem Platz lassen konnte. Diese Streuer, dieses Zeichen einer Küche, die unsicher wirkt, sollten sowieso besser abgeräumt werden.

 

Nach der Suppe erhielten Gatom und Gattin frischen Salat, der aus verschiedenen Zutaten bestand und mit einer wohl bemessenen, gut abgeschmeckten Sauce gereicht wurde.

Die Hauptgerichte schließlich wurden auf heißen Tellern optisch ansprechend angerichtet serviert und ließen keine Wünsche offen. Das Filet war auf den Punkt genau gebraten und sehr zart. Die Sahnesauce mit frischen Pilzen passte ausgezeichnet dazu und auch hier war Nachwürzen überflüssig.

Das Putensteak „Tiroler Art“ mit Grilltomate und Röstzwiebeln war würzig gebraten, und auch die Beilagen waren frisch und lecker.
Bevor die Kroketten aufgebraucht waren, erschien die Bedienung mit der Frage, ob es an etwas fehle und auf Wunsch wurde kurze Zeit später eine kostenlose Portion nachgereicht. Die Servicedame war sehr freundlich, aufmerksam, gut aufgelegt und schaute immer mal wieder nach, ob es an etwas fehlte. Angenehm wirkte dabei, dass das Ganze gänzlch unaufdringlich wirkte.

 

Gatom hatte Mühe, den einzigen Kritikpunkt zum Hauptgang zu finden: Einzig die Bratkartoffeln zum Filet waren für seinen Geschmack teilweise etwas zu knusprig geraten.
Weil Gatom sich ja sonst fast nichts gönnt, orderten die gesättigten und zufriedenen Testesser noch zwei Linie-Aquavit, die in geeisten Originalgläsern zur Abrundung des Mahls auch perfekt dargebracht wurden.

 

Schließlich wurden noch die sanitären Einrichtungen inspiziert, die den bis dahin bereits gelungenen Eindruck abrundeten. Schlichtweg modern, sauber und komplett. Ein Indiz, dass man sich im Hause Brinckwirth in Ochtrup wirklich Gedanken über das Wohl des Gastes macht ist, dass sich auf der Damentoilette dezent eine Auswahl an Binden und Tampons findet.

Schließlich erschien auch noch kurz der Koch, der so gut genährt daher kam, wie Gatom sich einen vertrauenswürdigen Koch vorstellt.

 

Fazit: im Hinblick auf den Test aus dem Jahre  2008 hat das Haus Zum
Köhler sich sehr positiv weiter entwickelt. Ein Abend dort ist
absolut empfehlenswert. Tipp: einen Tisch im Kaminraum reservieren.

 

Das Ergebnis vom Erlebnis:


Essen: 14 Punkte

Service: 13 Punkte

Ambiente: 12 Punkte

Sauberkeit: 13 Punkte


Gesamtpunktzahl: 13 von 15 Punkten

-sehr gut-

 (Besucht im Februar 2012)

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Die Testkriterien vom Restaurantinspektor finden Sie hier.